Antirassismus & Antifa | 09.10.15 | Druckversion

#nohogesa 25. Oktober. Nazis & Hooligans stoppen

20120901_120742Extrem rechte Hooligan-Gruppen und Nazis mobilisieren unter dem Motto HoGeSa 2.0 für Sonntag, den 25.10.2015, nach Köln. Der Aufmarsch von vor einem Jahr soll wiederholt werden. Damals kamen über 4.000 Nazis und Hooligans aus ganz Deutschland zum Kölner Hauptbahnhof, machten Jagd auf migrantisch aussehende Menschen, grölten ausländerfeindliche Parolen, zeigten den Hitlergruß, verbreiteten Angst und Schrecken.

Das müssen wir diesmal gemeinsam verhindern – durch entschlossene Massenblockaden. Denn wenn alle Straßen dicht sind, werden die Rassisten nicht marschieren können.

Die rechte Randale in Köln vom Oktober 2014 ermutigte Rassisten in ganz Deutschland, auf die Straße zu gehen. PEGIDA in Dresden blühte danach auf. Wenn wir es am 25. Oktober schaffen, HoGeSA zu stoppen, wird auch das bundesweit Folgen haben und allen Nazis einen Dämpfer verpassen.

Damals waren wir nicht zahlreich genug. Aber am 5. Januar diesen Jahres haben Tausende Menschen die Gegend um den Deutzer Bahnhof blockiert, KÖGIDA am Marschieren gehindert und damit schon im Keim erstickt. Das können wir am 25. Oktober wiederholen, mit noch mehr Menschen.

Mit dem Namen „Hooligans gegen Salafisten“ und ihrer Propaganda will die extreme Rechte vortäuschen, es ginge ihnen um den Kampf gegen den terroristischen „Islamischen Staat“ (IS). Gleichzeitig hetzen sie gegen Flüchtlinge, von denen viele gerade vor den Gewalttaten des IS fliehen.

Die Rechten tun, was sie schon immer getan haben: Von den wahren Ursachen der Probleme ablenken und uns spalten. An Kriegen, Waffenexporten, Umweltzerstörung und Ausbeutung sind nicht die Flüchtlinge schuld – sie fliehen davor, oft unter Lebensgefahr. Leistungsdruck, niedrige Löhne und Wohnungsmangel hierzulande sind auch nicht von den Flüchtlingen verursacht worden.

Wir sollten uns weder ablenken noch spalten lassen und wir sollten nicht vergessen, dass es eine Politik gibt, die den Rassisten erst den Boden bereitet hat. Die Regierenden in diesem Land erklären offiziell, sie würden Flüchtlingen helfen,

  • nehmen aber gleichzeitig hin, dass tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken.
  • bringen Flüchtlinge in Turnhallen und Zelten unter, während in jeder Stadt Gebäude leerstehen
  • machen Stimmung gegen „Wirtschaftsflüchtlinge“ während deutsche Banken und Konzerne an der Ausbeutung armer Länder verdienen
  • tragen mit Rüstungsexporten und Unterstützung von undemokratischen Regimen dazu bei, Fluchtursachen zu schaffen

Wenn wir gemeinsam aufstehen, gegen Nazis, gegen Rassismus, für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, gegen Kriege, Rüstungsexporte und Umweltzerstörung, gegen Armut und Ausbeutung, dann können wir etwas verändern. Und zuallererst heißt das, den HoGeSa-Aufmarsch am 25.10. zu stoppen!

Der rechte Terror ist bereits Alltag. Täglich werden Flüchtlinge oder migrantisch aussehende Menschen angegriffen, angepöbelt, bedroht. Über 200 Angriffe auf Flüchtlingsheime gab es allein in den ersten sechs Monaten in diesem Jahr. Menschen, deren Aussehen oder Ansichten den Nazis und Rassisten nicht in den Kram passen, werden vermehrt zur Zielscheibe rechter Gewalt.

Die SAV Köln ist zusammen mit Anderen aktiv, um Aufmärsche von Nazis und Rassisten zu stoppen. Aber das allein reicht unserer Ansicht nach nicht aus. Kriege, Umweltzerstörung und Armut nehmen weltweit zu. Nationalismus und religiöser Fanatismus breiten sich aus. Was kann dagegen getan werden? Wie können im „reichen“ Deutschland bezahlbare Wohnungen für alle Menschen geschaffen werden? Wie bekommen wir Bildung, Ausbildung, gut bezahlte Arbeitsplätze für alle?  Antworten sind nötig, sonst bestimmen die Rassisten mit ihren Scheinantworten und ihrer Hetze die Debatte.

Melde Dich, wenn Du bei der Mobilisierung helfen möchtest.  SAV Köln: E-Mail, Tel. 01 575-61 62347

Die SAV macht mit beim antifaschistischen Aktionsbündnis „Köln gegen Rechts“: Website  und Facebook.

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