Antirassismus & Antifa | 27.10.15 | Druckversion

Schwere Schlappe für HoGeSa-Nazis

Das P1130767Comeback für HoGeSa ist verhindert worden, die Nazis konnten ihren Überraschungserfolg von 2014 nicht wiederholen, als sie mit 4.000 Leuten randalierend durch die Kölner Innenstadt zogen.

Dieses Mal kamen am 25. Oktober 2015 nur 700-900 Nazis und rechte Hooligans zu der Kundgebung auf Kölns einsamsten Platz, dem Barmer Platz hinter dem Bahnhof Deutz.

Ihre Anreise war durch Blockaden im und um den Bahnhof behindert und verzögert worden. Nur mit massivem Polizeischutz konnten sie überhaupt zu ihrem Kundgebungsplatz gelangen. Eine ganze Reihe der rechten Schläger kam nicht ganz unbeschädigt am Barmer Platz, sie hatten seitens der Antifaschist*innen körperliche Verweise bekommen.

Insgesamt beteiligten sich rund 15.000 Menschen an den Protesten gegen die Faschisten. Rund 10.000 waren bei diversen Kundgebungen am Heumarkt und am Bahnhofsvorplatz in Deutz dabei, lauschten den Reden und den reichlich aufgefahrenen Kölschen Bands.

Besonders erfreulich ist, dass 4.000-5.000 Leute an Aktionen zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches beteiligt waren, z.B. an Blockaden im Deutzer Bahnhof und vor dem Technischen Rathaus. Die Blockierer*innen hielten stand, obwohl die Polizei teilweise sehr gewalttätig vorging, mehrfach Pfefferspray und einmal einen Wasserwerfer einsetzte.

„Köln gegen Rechts“ hatte zur gemeinsamen morgendlichen Anreise aufgerufen. Allein zum Treffpunkt Köln Kalk, an der die SAV Köln teilnahm, waren über 400 Menschen gekommen, die mit der S-Bahn nach Deutz fuhren und dort entschlossen den S-Bahnsteig besetzten, so dass der S-Bahn-Verkehr eingestellt werden musste.

Die frustrierten Nazis hatten ihre Kundgebung vorzeitig beendet, die nach Augenzeugenberichten unterirdisch dämlich war und reisten schneller ab als geplant.

Am Ende des Tages organisierte das antifaschistische Aktionsbündnis „Köln gegen Rechts“ eine Demonstration zum Hauptbahnhof, an der 3.000 Demonstrant*innen teilnahmen.

Der Tag war ein Erfolg für die antifaschistische Bewegung in Köln und NRW. Die Nazis konnten zwar eine Kundgebung abhalten. Das war angesichts eines Polizeiaufgebots von 3.500 Beamt*innen zur Absicherung der rechten Kundgebung unvermeidlich. Die Gegenmobilisierung war groß, gut geplant und setzte Nazis unter Druck.

Dies ist v.a. der Verdienst von „Köln gegen Rechts“. Das Bündnis hatte den HoGeSa-Aufmarsch seit Monaten zum Thema gemacht und unermüdlich mobilisiert und aufgeklärt. Eine ganze Reihe von Menschen ist dabei neu aktiv geworden und hat sich antifaschistisch organisiert.

Comments are closed.