Internationales | 15.11.12 | Druckversion

N14 in Köln: Kämpferische Demo mit 500 TeilnehmerInnen

500 TeilnehmerInnen kamen in Köln am 14.11. zum Europäischen Streik- und Aktionstag vor dem DGB-Haus zusammen, um internationale Solidarität mit den Streikenden in vielen europäischen Ländern zu zeigen und „im Herzen der Bestie“ ein Zeichen zu setzen. Aber auch um gegen Sozialabbau, Hartz IV und Dumpinglöhne in Deutschland zu protestieren.

Die kurzfristig auf Initiative eines Bündnisses linker Gruppierungen organisierte Kundgebung und Demonstration war bunt und kämpferisch. Aufgerufen hatten unter anderem attac, DIDF, IL, SoKo, Griechenland-Solidaritäts-Komitee, Antifa-Gruppen und die SAV. Auch die LINKE hat mit aufgerufen und war auf der Kundgebung gut vertreten. Ebenfalls nahmen teil KollegInnen von SJD Die Falken und Rifondazione Communista.  Die internationale Solidarität wurde unterstrichen durch zweisprachige Beiträge von spanischen, portugiesischen, griechischen und türkischen Kollegen.

Im Gegensatz zu anderen Städten hatten sich in Köln der DGB wie auch die Einzelgewerkschaften leider einer offiziellen Teilnahme strikt verweigert – ohne auf freundliche Anschreiben des N14-Bündnisses auch nur zu reagieren. Dennoch waren eine Reihe GewerkschafterInnen bei der Auftaktkundgebung vertreten: KollegInnen von ver.di, der GEW, der IG BAU und Metaller waren dabei, darunter auch der 1. Bevollmächtigte der IGM, der am vergangenen Sonntag 700 FORD-Kollegen zu einer Soli-Demo nach Genk mobilisiert hatte.

Vertrauensleute von FORD Köln sprachen über die Schließungsvorhaben von FORD in Europa und den Protesten belgischer FORD-KollegInnen aus Genk vor der Europazentrale in Köln vor wenigen Tagen, die durch einen skandalösen Polizeieinsatz mehrerer Hundertschaften kriminalisiert werden sollten.

Claus Ludwig, Stadtrat der LINKEN, wies auf den Zusammenhang von europaweiter Austeritätspolitik mit den aktuell vorgelegten drakonischen Kürzungsvorschlägen für den Kölner Haushalt hin.

Nach zwei Zwischenkundgebungen in der Kölner Innenstadt mit unter anderem RednerInnen aus Arbeitslosen-Initiativen zog die Demonstration ans Rheinufer zum Institut der Deutschen Wirtschaft. Dort wurde noch einmal die verheerende Rolle des deutschen Kapitals und der deutschen Politik in Europa thematisiert. RednerInnen u.a. von Antifa-Gruppen und Occupy wünschten “die ganze Bande durch eine soziale Revolution” zum Teufel.

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