Betrieb & Gewerkschaft | 15.05.13 | Druckversion

Alternativen zu Krise und Kapitalismus : Sozialismustage 2013 in Köln

soztagflyerAm 14./15. Juni lädt die SAV-Köln zu ihren Sozialismustagen ein, einem Wochenende voller spannender Diskussionen über aktuelle Bewegungen, Marxismus und eine andere Gesellschaft.

Das Programm:

Freitag, 14. Juni, 19 Uhr:

Südafrika: Streikende gründen revolutionäre Partei
Mit Guido Schönian, Junge GEW Köln*

2012 begann in Rustenburg ein Streik der BergarbeiterInnen und hat sich vor allem nach dem blutigen Massaker im August, wo mindestens 46 ArbeiterInnen starben, auf weitere Platin- und Goldminen ausgeweitet. Zehntausende beteiligen sich bei diesem Streik für einen Mindestlohn. Der Arbeitskampf wurde von unten organisiert und von der offiziellen Gewerkschaft NUM nicht unterstützt. Die Streikbewegung zeigt die Unzufriedenheit mit der Gewerkschaft und dem African National Congress ANC, der im Interesse der Reichen und Mächtigen in Südafrika regiert. Im März gründete sich nun die „Workers and Socialist Party“ (WASP).

(* dient nur zur Kenntlichmachung der Person)

Samstag, 15. Juni, 19 Uhr:

Südeuropa: Widerstand gegen Merkels Armutsdiktat
Mit Klairi Kountouri, griechische Aktivistin

Die Welt ist in der Krise. Armut, Wohnungslosigkeit und Massenarbeitslosigkeit sind längst nicht nur Probleme der „dritten Welt“, sondern auch in Europa Alltag für Millionen. Unsere Zeit ist geprägt von den Revolutionen in Nordafrika, von Streiks in Südeuropa und kämpferischen Jugendbewegungen wie „Occupy“. In Deutschland bleibt es bisher weitgehend ruhig – aber wird das so bleiben? Welche Lösungen gibt es für die Krisenländer? Was sind die Aufgaben von Linken und SozialistInnen? Diese und andere Fragen diskutieren wir zusammen mit Klairi Kountouri, einer Aktivistin von Xekinima (Schwesterorganisation der SAV in Griechenland).

Workshops, Samstag, 15. Juni, ab 13.00:

1. Sozialismus – eine Utopie?
Warum scheiterten Sowjetunion und DDR?

2. Von Amazon bis Zeitarbeit – Prekäre Beschäftigung und gewerkschaftlicher Widerstand

3. Rosa reloaded – Neues Selbstbewusstsein gegen Sexismus

4. Vom Tahrir- zum Taksimplatz: Wie kann der Aufstand in der Türkei erfolgreich sein?

Aus dem Widerstand gegen ein geplantes Einkaufszentrum im Gezi-Park neben dem Taskimplatz in Istanbul ist die größte Bewegung gegen die türkische Regierung geworden. Das brutale Vorgehen der Polizei führte zu mehr Solidarisierung der Menschen. Jetzt präsentierten sich Kemalisten und Militär als Alternative zum autoritär regierenden Erdogan, doch auch sie vertreten die Interessen der Banken und Konzerne. Vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten, denen sich die revolutionären Bewegungen im arabischen Raum gegenüber sehen stellt sich die Frage, wie der “türkischen Sommer” erfolgreich sein und wie echte Alternativen zur kapitalistischen Politik aussehen können.

Aktuelle Links zum Thema:

http://www.sozialismus.info/2013/06/tayip-istifa-weg-mit-erdoan/

http://www.socialistworld.net/doc/6337

http://www.sosyialistalternatif.com

Ort sind die Räumlichkeiten von DIDF in der Hansemannstraße 17-21, um die Ecke vom Bahnhof Ehrenfeld bzw. der U-Bahn-Haltestelle Venloer Straße/Gürtel. Neben Getränken, Snacks und einem Brunch am Samstag vormittag bieten wir ebenfalls Kinderbetreuung an (bitte vorher anmelden!). Der Kostenbeitrag für das ganze Wochenende/Samstag beträgt 3 €, am Freitag abend werden wir um Spenden für den Aufbau der neuen Arbeiterpartei WASP in Südafrika bitten.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf alle, die uns (besser) kennenlernen und mitdiskutieren wollen!

Weitere Infos und Anmeldung unter koeln@sav-online.de oder 01787830194

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